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Erinnerung

Was geschah eigentlich in Tschernobyl? Der Spiegel beschrieb es in seiner Ausgabe vom 27.01.1992 so:

Am 26. April 1986, um 1 Uhr, 23 Minuten und 44 Sekunden Ortszeit, erreichte der Reaktor Nummer 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl das Hundertfache seiner Nennleistung. Die Brennstäbe barsten, eine gewaltige Explosion hob das Dach des Gebäudes hoch, blaurötliche Flammen erhellten den Nachthimmel. Tonnenweise wurden hochradioaktiver Brennstoff und verstrahlte Betonbrocken aus dem brodelnden Inferno empor geschleudert. Eine radioaktive Staubwolke stieg bis in die Stratosphäre und driftete um die Welt, legte sich auf Felder, Wälder und Städte, vergiftete Menschen, Tiere und Trinkwasserresevoirs.

Welche Folgen hätte eine vergleichbare Katastrophe in Deutschland? Gudrun Pausewang hat in ihrem Roman "Die Wolke" versucht, die Auswirkungen auf das Leben betroffener Menschen anschaulich zu beschreiben. Das Buch ist zwischenzeitlich verfilmt worden und lief im Frühjahr 2006 in den Kinos.